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«Mitwirkung in Horizon 2020 ist eminent wichtig»
14.03.2017

«Mitwirkung in Horizon 2020 ist eminent wichtig»

Der Anlass zur Bedeutung der bilateralen Verträge Schweiz – EU wurde von economiesuisse (stark+vernetzt), swissuniversities, Le Réseau, der Waadtländer Handelskammer und Interpharma organisiert. Der Einladung ins Ro­lex Learning Center der EPF Lausanne waren rund 100 Interessierte gefolgt. Hochkarätige Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft und Forschung diskutierten über die Wichtigkeit einer offenen Schweiz.

 

Gerade die kleine Schweiz braucht offenen Marktzugang

Christina Gaggini, Mitglied der Direktion von economiesuisse, ging in ihrer engagierten Einführung auf die Bedeutung wirtschaftlicher Offenheit ein und setzte erste Akzente. Gerade weil die Schweiz gemessen an ihrer wirtschaftlichen Stärke ein kleines Land ist, brauche sie den offenen Zugang zu den internationalen Märkten. Vertragstreue und Rechtssicherheit seien für einen Kleinstaat wie die Schweiz lebenswichtig.

 

Innovation im Bassin

Im anschliessenden Panel diskutierten Etienne Jornod (Verwaltungsratspräsident von Galenica), Regierungsrat Philippe Leuba, Prof. Martin Vetterli (Präsident der EPFL) sowie mit Dr. Nicolas Durand (CEO Abionic SA) und Marylin Mermod (CFO von Sophiagenetics) zwei Vertreter von Start-up-Unternehmen. Die Diskutanten waren sich einig: Die Schweiz stehe für Innovation, Präzision und Qualität. Als rohstoffarmes Land habe sich die Schweiz zu einer führenden Forschungs- und Handelsnation und einem wohlhabenden Land hochgearbeitet. Die EPFL und die im Bassin Lémanique angesiedelten Start-up-Firmen – viele davon in den Life-Sciences – stünden fast schon exemplarisch für dieses Erfolgsmodell. Auch waren sich alle einig, dass diese Entwicklung nur möglich war und ist, weil die Schweiz es immer wieder geschafft hat, auch Talente und Fachkräfte aus dem Ausland anzuziehen, die ihr Wissen unseren Universitäten und Unternehmen zur Verfügung stellen. Damit dies auch künftig gesichert ist, brauchen wir die bilateralen Verträge, die es uns einerseits ermöglichen, Erfahrungen im Ausland zu machen und andererseits sicherstellen, dass wir von ausländischen Fachkräften weiterhin profitieren können.

 

Horizon 2020 ist matchentscheidend

Was das Verhältnis zu Europa betrifft, dürfen auch die Hochschulen nicht vergessen werden, denn «die Mitwirkung der Schweiz in Horizon 2020 ist eminent wichtig für den Wissensstandort und für die internationale Ausstrahlung unserer Universitäten», unterstrich Prof. Martin Vetterli. Es sei deshalb sehr erfreulich, dass mit dem Entscheid des Parlaments für eine pragmatische Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative (MEI) mit einem Inländervorrang nun der Weg frei ist, um die Teilnahme der Schweiz als voll assoziiertes Mitglied an Horizon 2020 ab Januar 2017 zu sichern. Es sei wichtig für die Forscherinnen und Forscher, dass sie sich international mit den Besten messen können und Horizon 2020 sei zurzeit international das wichtigste Programm im Forschungsbereich. Mit der Vollassoziation können Schweizer Forscherinnen und Forscher wieder internationale Projekte leiten und so wichtige Erfahrungen sammeln. Damit erhöht sich auch das internationale Ansehen unserer Universitäten.

Grosse und kleine Unternehmen machen den Aargau stark

Der Kanton Aargau gehört zu den attraktivsten Unternehmensstandorten der Schweiz. Weshalb das so ist und inwiefern die Rahmenbedingungen eine Rolle dabei spielen, wurde gestern Abend im Kultur & Kongresshaus in Aarau an der gemeinsamen Veranstaltung der Aargauischen Industrie- und Handelskammer, Interpharma und stark+vernetzt diskutiert.

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Institutionelles Abkommen sichert den bilateralen Weg

Die Pharmaindustrie ist mit einem Anteil von über einem Drittel die grösste Exportbranche der Schweiz. Der vorliegende Entwurf des institutionellen Abkommens (InstA) sichert dabei den Zugang zum wichtigsten Absatzmarkt und sorgt für mehr Rechts- und Planungssicherheit. Deswegen unterstützt Interpharma den Bundesrat in seinem Bestreben den bilateralen Weg zu erhalten.

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Act local, think global

Die Region Basel ist die führende Life-Sciences-Region der Schweiz. Über 400 Unternehmen haben hier ihren Sitz. Sie generieren zahlreiche Arbeitsplätze und sorgen dafür, dass es der Region gut geht. Was einen Grosskonzern mit einem lokalen Gewerbetreibenden verbindet und welche Herausforderungen dabei entstehen, wurde am 8. November in der Werkstatt Basel mit Gästen aus Politik, Zivilgesellschaft, Industrie und Gewerbe diskutiert.

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