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Fliegen ist heute wie Spaghetti à la Jamie Oliver
28.08.2017

Fliegen ist heute wie Spaghetti à la Jamie Oliver

Mit Kind und Kegel sind wir in den 1980er-Jahren in unserem VW Käfer in die Ferien gefahren. An Fliegen war nicht zu denken. Damals war ich noch Geschichtslehrer und hätte mir nicht träumen lassen, dass ich einige Jahre später – genauer gesagt 1999 einmal eine Projektwoche zum Thema Europapolitik durchführen würde, in der ausgerechnet ein sogenanntes Luftverkehrsabkommen im Fokus stehen würde. Dieses Abkommen gewährt der Schweiz seither den Zugang zum europäischen Luftraum. Das heisst unter anderem, dass Schweizer Fluggesellschaften ihre Destinationen in Europa selbst wählen dürfen und auch selbst entscheiden können, wie oft und mit welchen Flugzeugen bestimmte Ziele angeflogen werden. Auf einmal war also alles anders.

Wenn ich jetzt darüber nachdenke, erinnert mich das alles ein bisschen an Jamie Oliver. Fliegen ist sozusagen dank den Bilateralen heute wie seine Pasta – schnell, günstig, einfach. Und Jamie Oliver kocht auch nicht einfach sein eigenes Süppchen. Warum nicht? Weil es schade wäre, wenn er sein Talent nicht mit der Welt teilen würde und es keinen Austausch gäbe. Bei der Schweiz und Europa ist es ähnlich.

 

Gleichgestellt mit der Konkurrenz

Dank der bilateralen Verträge sind Schweizer Fluggesellschaften den europäischen Airlines jetzt aber gleichgestellt und stehen damit mit ihnen in direkter Konkurrenz.

Wettbewerb belebt bekanntlich das Geschäft und so sind die Ticketpreise heute deutlich tiefer. Es werden auch viel mehr Städte von der Schweiz aus direkt angeflogen. Mehr als 140 Ziele in Europa fliegen Schweizer Fluggesellschaften heute an. 1995 waren es weniger als 100. Würde das Luftverkehrsabkommen wegfallen, würden ältere Vereinbarungen über den Luftverkehr wieder in Kraft treten. Für unsere Lieblingsdestination Italien hiesse das, dass nur noch vier Destinationen unbürokratisch angeflogen werden könnten. Catania gehört natürlich nicht dazu.

 

Familienstreit inklusive

Mein Enkel Max, der in diesem Sommer nach Kroatien in die Ferien geflogen ist, hat sich beklagt: „Am Flughafen war alles überfüllt! Und bei der Gepäckaufgabe mussten wir ewig warten!“ Klar, in der Ferienzeit verreisen heute viele mit dem Flugzeug. Im Schnitt verlassen rund 300 Flieger den Flughafen Zürich. Ich habe ihm dann erzählt, wie wir früher zwei Tage lang ohne Klimaanlage durch Italien gefahren sind – ohne Filme auf dem iPad, aber mit Familienstreit inklusive! Und dass wir uns auf Sizilien erst mal einen Tag erholen mussten, während er heute komfortabel und schnell nach Dubrovnik fliegen und noch am gleichen Tag ins Meer hüpfen kann.

In ein paar Jahren, wenn er eine Lehre machen wird, kann er sich einen solchen Flug wahrscheinlich von seinem Lehrlingslohn leisten. Das wäre zu meiner Zeit undenkbar gewesen. Es ist schon toll, wie wir heute alle von diesen Reisemöglichkeiten profitieren können. Und das vor allem wegen diesem einen Vertrag mit der EU.

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