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In der Champions League mitspielen und gewinnen
30.08.2017

In der Champions League mitspielen und gewinnen

Die Schweiz hat mit ihren renommierten Universitäten und den beiden ETHs einen guten Ruf und spielt in der Forschung ganz vorne mit. Das ist nur möglich dank dem Zugang zu den europäischen Forschungsrahmenprogrammen (FRP), die von der EU finanziert und koordiniert werden. Denn heute werden Forschungsprojekte in der Regel als Kooperationen verschiedener Hochschulen aus dem In- und Ausland durchgeführt. Seit 2004 ist die Schweiz ein vollassoziiertes Mitglied dieser Programme und hat damit dieselben Rechte und Pflichten wie EU-Mitgliedstaaten auch. Möglich wurde dies dank dem Forschungsabkommen, das Teil der Bilateralen I ist.

 

219‘000‘000 Franken aus Europa

Die Schweiz finanziert die FRP mit, und Forschende aus der Schweiz können sich um diese Fördergelder bewerben. Von 2007 bis 2013 war die Schweiz überdurchschnittlich erfolgreich im Einholen von europäischen Fördergeldern. Insgesamt flossen fast 2.5 Milliarden Franken von der EU in die Schweiz – 219 Millionen Franken mehr, als die Schweiz einbezahlt hat. Schweizer Forschende waren an 4‘200 Forschungsprojekten beteiligt, fast ein Viertel dieser Projekte haben sie auch geleitet. Bei den sogenannten ERC-Grants, den prestigeträchtigsten Förderbeiträgen der EU, mit denen junge Forschende mit bis zu bis 3.5 Millionen Franken gepusht werden, verzeichnete die Schweiz gar die europaweit höchste Erfolgsquote.

 

Ausschluss aus der Champions League konnte abgewendet werden

Mit der Annahme der Zuwanderungsinitiative im Februar 2014 wurde diese Erfolgsgeschichte unterbrochen, und es drohte der Ausschluss der Schweizer Hochschulen aus der Champions League der Forschung: Die EU schloss die Schweiz aus dem gegenwärtigen Forschungsrahmenprogramm „Horizon 2020“ aus. Die Schweiz wurde damit in den Status eines Drittstaates zurückgestuft und konnte nur noch gewisse Teile des Programms nutzen. Zwar gelang es dem Bundesrat, in relativ kurzer Zeit wenigstens noch eine Teilassoziierung auszuhandeln. Die Zahl der Schweizer Projektbeteiligungen ging aber zwischen 2013 und 2015 von 745 auf rund 300 zurück. Zudem gab es praktisch keine Forschungsprojekte unter Schweizer Leitung mehr. Der komplette Ausschluss aus der Champions League konnte aber verhindert werden: Dank der pragmatischen Umsetzung der Zuwanderungsinitiative kann die Schweiz seit dem 1. Januar 2017 ihre Talente wieder ins Rennen schicken und muss sich nicht nur mit der Super League begnügen.

 

Die Schweizer Hochschulen sind die Topscorer der Champions League

Das ist für den Forschungsplatz Schweiz enorm wichtig, und zwar nicht nur aus finanziellen Gründen. Der Austausch mit Forschenden aus anderen Ländern und das Netzwerk, das an Horizon 2020 hängt, ist genauso wichtig für den Erfolg und die Exzellenz des Wissenschaftsstandorts Schweiz. Denn die europäischen Forschungskooperationsprogramme sind gegenwärtig die weltweit wichtigsten. Die Schweizer Hochschulen sind dank des Schweizerischen Nationalfonds bereits in der Super League gut aufgestellt – dank den Bilateralen spielen sie nun auch wieder als Topscorer in der Champions League der Forschung mit.

Grosse und kleine Unternehmen machen den Aargau stark

Der Kanton Aargau gehört zu den attraktivsten Unternehmensstandorten der Schweiz. Weshalb das so ist und inwiefern die Rahmenbedingungen eine Rolle dabei spielen, wurde gestern Abend im Kultur & Kongresshaus in Aarau an der gemeinsamen Veranstaltung der Aargauischen Industrie- und Handelskammer, Interpharma und stark+vernetzt diskutiert.

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Institutionelles Abkommen sichert den bilateralen Weg

Die Pharmaindustrie ist mit einem Anteil von über einem Drittel die grösste Exportbranche der Schweiz. Der vorliegende Entwurf des institutionellen Abkommens (InstA) sichert dabei den Zugang zum wichtigsten Absatzmarkt und sorgt für mehr Rechts- und Planungssicherheit. Deswegen unterstützt Interpharma den Bundesrat in seinem Bestreben den bilateralen Weg zu erhalten.

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Act local, think global

Die Region Basel ist die führende Life-Sciences-Region der Schweiz. Über 400 Unternehmen haben hier ihren Sitz. Sie generieren zahlreiche Arbeitsplätze und sorgen dafür, dass es der Region gut geht. Was einen Grosskonzern mit einem lokalen Gewerbetreibenden verbindet und welche Herausforderungen dabei entstehen, wurde am 8. November in der Werkstatt Basel mit Gästen aus Politik, Zivilgesellschaft, Industrie und Gewerbe diskutiert.

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