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Freie Bahn statt Hindernisparcours
27.09.2017

Freie Bahn statt Hindernisparcours

Die Schweizer Pharmaindustrie exportierte 2016 Produkte im Wert von über 80 Milliarden Franken. Das ist mehr als ein Drittel der Schweizer Gesamtexporte. Seit 1990 konnten die hiesigen Pharmaunternehmen ihre Lieferungen ins Ausland in praktisch jedem Jahr steigern. Mehr als die Hälfte aller Exporte (53%) wird in europäische Länder geliefert. Die Länder der EU haben daran einen Anteil von fast 51%. Das heisst, jeder zweite Exportfranken wird in Europa verdient.

 

Schweiz ist Exportüberschuss-Weltmeisterin

Gleichzeitig wurden Pharmaprodukte im Wert von über 35 Milliarden Franken aus dem Ausland importiert. Damit erzielte die Schweiz einen Pharmaexportüberschuss von mehr als 47 Milliarden Franken. D.h., die Schweiz ist nicht nur ein starker Forschungsstandort, sondern produziert auch viel.  Kein anderes Land erzielt seit Jahren ähnlich hohe Überschüsse. Wie bei den Ausfuhren sind die anderen europäischen Länder und speziell die EU-Staaten mit einem Anteil von über 79% die wichtigsten Märkte für den Import von pharmazeutischen Produkten.

 

Hindernisse wurden aus dem Weg geräumt

Die Exporte in die EU werden dank den bilateralen Verträgen zwischen der Schweiz und der EU erleichtert: Technische Handelshemmnisse wurden durch sie abgebaut. Damit sind z.B. Normen für die Herstellung von Medikamenten oder Vorschriften für Verpackungen gemeint. Schweizer Pharmaunternehmen müssen beim Export in andere Länder solche Normen und Anforderungen einhalten. Dank den Bilateralen anerkennen alle 28 EU-Mitgliedstaaten die Schweizer Analyse- und Zertifizierungsverfahren, was den Export in diese Staaten entscheidend erleichtert. Gleiches gilt für den Import aus Europa: Die Schweiz anerkennt die Kontrollen der EU-Staaten und kann dadurch einfacher importieren.

Auch die von der Schweizer Arzneimittelbehörde Swissmedic regelmässig durchgeführten Qualitätskontrollen in den Schweizer Produktionsanlagen werden dank diesen Verträgen von allen EU-Staaten anerkannt, und die 28 EU-Länder führen keine eigenen Inspektionen in den Schweizer Produktionsstätten durch. Auch dies erleichtert den Export entscheidend, da Inspektionen immer Produktionsunterbrüche erzwingen und mit Zusatzaufwand verbunden sind, was sich negativ auf die Lieferfristen auswirkt. Dank der gegenseitigen Anerkennung von Normen und Inspektionen im Rahmen der Bilateralen wurde also der Schweizer Produktionsstandort entscheidend gestärkt – und der ehemalige Hürdenlauf wurde zum einfachen Sprint ohne Hindernisse.

Grosse und kleine Unternehmen machen den Aargau stark

Der Kanton Aargau gehört zu den attraktivsten Unternehmensstandorten der Schweiz. Weshalb das so ist und inwiefern die Rahmenbedingungen eine Rolle dabei spielen, wurde gestern Abend im Kultur & Kongresshaus in Aarau an der gemeinsamen Veranstaltung der Aargauischen Industrie- und Handelskammer, Interpharma und stark+vernetzt diskutiert.

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Institutionelles Abkommen sichert den bilateralen Weg

Die Pharmaindustrie ist mit einem Anteil von über einem Drittel die grösste Exportbranche der Schweiz. Der vorliegende Entwurf des institutionellen Abkommens (InstA) sichert dabei den Zugang zum wichtigsten Absatzmarkt und sorgt für mehr Rechts- und Planungssicherheit. Deswegen unterstützt Interpharma den Bundesrat in seinem Bestreben den bilateralen Weg zu erhalten.

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Act local, think global

Die Region Basel ist die führende Life-Sciences-Region der Schweiz. Über 400 Unternehmen haben hier ihren Sitz. Sie generieren zahlreiche Arbeitsplätze und sorgen dafür, dass es der Region gut geht. Was einen Grosskonzern mit einem lokalen Gewerbetreibenden verbindet und welche Herausforderungen dabei entstehen, wurde am 8. November in der Werkstatt Basel mit Gästen aus Politik, Zivilgesellschaft, Industrie und Gewerbe diskutiert.

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