×

News

Der 2 400 000 000-Euro-Markt
10.10.2017

Der 2 400 000 000-Euro-Markt

Wenn etwa in Finnland ein neues Spital eingerichtet wird, können seit Inkrafttreten des Abkommens über öffentliches Beschaffungswesen nicht nur finnische Firmen Offerten unterbreiten. Auch Schweizer Firmen können im Wettbewerb mit den anderen europäischen Unternehmen ihre Dienstleistungen offerieren, Aufträge aus der EU an Land ziehen und damit in der Schweiz Arbeitsplätze sichern und sogar ausbauen. Dasselbe gilt, wenn Staaten, Städte oder Gemeinden aus der ganzen EU heute neue Strassen, Flughäfen oder S-Bahnen bauen. Dann müssen sie diese Beschaffungen ab einem gewissen Betrag öffentlich und international ausschreiben.

 

Chancen, Chancen, Chancen

Diese Möglichkeit gibt es prinzipiell schon seit 1990, als die Welthandelsorganisation (WTO) erstmals Regeln für solche internationalen Ausschreibungen beschlossen hat. Auch die Schweiz hat diese Regeln als WTO-Mitglied übernommen. Diese Möglichkeit des Mitbietens an öffentlichen Aufträgen im Ausland wurde aber dank den Bilateralen I und dem Abkommen über das öffentliche Beschaffungswesen erweitert. Dank diesem müssen heute beispielsweise auch Gemeinden Aufträge international ausschreiben. Dies führt zu einem intensiveren Wettbewerb unter den Anbietern und damit zu tendenziell tieferen Preisen. Davon profitieren zum einen die Auftraggeber und damit letztlich auch die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler. Die Unternehmen ihrerseits können neue Märkte erschliessen und Marktanteile gewinnen. Schätzungen gehen davon aus, dass in Europa Aufträge für 2‘400 Milliarden Euro ausgeschrieben werden. Dieser riesige Markt steht auch für Schweizer Firmen offen.

 

Hier und dort profitieren

Die Schweizer Steuerzahlerinnen und Steuerzahler profitieren auch von dem Abkommen. Die öffentliche Hand kann dank dem intensiveren Wettbewerb Geld sparen. Allerdings hat die gute Schweizer Qualität immer noch Priorität: 2013 wurden von den 1‘830 Beschaffungen des Bundes im Umfang von rund 5.2 Milliarden Franken nur gut sechs Prozent aller Aufträge nach Europa vergeben. Der Grossteil der Arbeiten wurde also von Schweizer Firmen ausgeführt.

Alles in allem profitiert die Schweiz also doppelt: Zum einen können Schweizer Firmen an öffentlichen europäischen Ausschreibungen mit gleichlangen Spiessen wie ihre Konkurrenten aus der EU mitbieten. Zum andern kann die öffentliche Hand in der Schweiz ihre Beschaffungen dank dem intensiveren Wettbewerb zu günstigeren Konditionen erhalten.

Grosse und kleine Unternehmen machen den Aargau stark

Der Kanton Aargau gehört zu den attraktivsten Unternehmensstandorten der Schweiz. Weshalb das so ist und inwiefern die Rahmenbedingungen eine Rolle dabei spielen, wurde gestern Abend im Kultur & Kongresshaus in Aarau an der gemeinsamen Veranstaltung der Aargauischen Industrie- und Handelskammer, Interpharma und stark+vernetzt diskutiert.

mehr

Institutionelles Abkommen sichert den bilateralen Weg

Die Pharmaindustrie ist mit einem Anteil von über einem Drittel die grösste Exportbranche der Schweiz. Der vorliegende Entwurf des institutionellen Abkommens (InstA) sichert dabei den Zugang zum wichtigsten Absatzmarkt und sorgt für mehr Rechts- und Planungssicherheit. Deswegen unterstützt Interpharma den Bundesrat in seinem Bestreben den bilateralen Weg zu erhalten.

mehr

Act local, think global

Die Region Basel ist die führende Life-Sciences-Region der Schweiz. Über 400 Unternehmen haben hier ihren Sitz. Sie generieren zahlreiche Arbeitsplätze und sorgen dafür, dass es der Region gut geht. Was einen Grosskonzern mit einem lokalen Gewerbetreibenden verbindet und welche Herausforderungen dabei entstehen, wurde am 8. November in der Werkstatt Basel mit Gästen aus Politik, Zivilgesellschaft, Industrie und Gewerbe diskutiert.

mehr