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Die Lösung für den Fachkräftemangel
14.11.2017

Die Lösung für den Fachkräftemangel

Bis ein Medikament vom Labor zur Anwendung im Alltag gelangt, dauert es viele Jahre. An diesem Prozess sind zahlreiche Forscherinnen, Laboranten, Datenanalytikerinnen und viele weitere Menschen beteiligt. Viele dieser Stellen bedingen hohe Qualifikationen. Auch die Schweiz bildet ihre Bürgerinnen und Bürger gut aus. Aber die Schweiz ist klein, und oft können nicht genügend Menschen aus dem Inland mit den erforderlichen Spezialausbildungen rekrutiert werden.

 

Forschung und Produktion in der Schweiz halten

Um auch in Zukunft in der Schweiz zu forschen und Medikamente zu entwickeln, ist der einfache Zugang zu Fachkräften enorm wichtig. Genau dies leistet das Personenfreizügigkeitsabkommen mit der EU, das Teil der Bilateralen I ist. Wenn die Unternehmen aufgrund guten Geschäftsgangs mehr Stellen schaffen als sich von Schweizer Fachkräften besetzen lassen, können die Firmen auch in den EU-Ländern unbürokratisch und schnell rekrutieren und anstellen. Die Zuwanderung aus Europa ist also vom Gang der Wirtschaft abhängig, und die Personenfreizügigkeit ist dabei so etwas wie das Schmiermittel, das den Wirtschaftsmotor Schweiz am Laufen hält, wenn er ins Stottern gerät.

Für die Einwanderung in die Schweiz gelten aber klare Bedingungen: Europäische Bürgerinnen und Bürger dürfen nur einwandern, wenn sie einen gültigen Arbeitsvertrag haben, eine selbstständige Tätigkeit ausüben oder über ausreichend finanzielle Mittel verfügen, um ihren Lebensunterhalt in der Schweiz zu finanzieren. Zudem müssen sie hier auch eine Krankenversicherung abschliessen.

 

Menschen aus über 100 Ländern

In der Schweizer Pharmabranche arbeiten mehr als 40‘000 Menschen aus über 100 Nationen. Über die Hälfte von ihnen stammt aus unseren europäischen Nachbarländern, insbesondere aus Deutschland (27%) und Frankreich (15%). Darunter sind auch zahlreiche Grenzgängerinnen und Grenzgänger, die etwa bei den Basler Pharmaunternehmen arbeiten. So sind an der Entwicklung eines neuen Medikaments denn auch nicht nur zahlreiche verschiedene Berufsgattungen, sondern auch Dutzende Nationalitäten beteiligt – eine Grundvoraussetzung für den Erfolg der Schweizer Pharmaindustrie.

 

Keine Einbahnstrasse

Nicht nur Europäerinnen und Europäer können von der Möglichkeit Gebrauch machen, in der Schweiz zu arbeiten und zu leben. Auch Schweizerinnen und Schweizer können sich dank den Bilateralen unbürokratisch und einfach in Europa niederlassen und arbeiten. Die Personenfreizügigkeit ist also keine Einbahnstrasse. Viele machen von dieser Freiheit Gebrauch: Mittlerweile lebt jede zehnte Person mit Schweizer Pass im Ausland. Diese sogenannte „fünfte Schweiz“ ist inzwischen der drittgrösste Kanton.

 

Grosse und kleine Unternehmen machen den Aargau stark

Der Kanton Aargau gehört zu den attraktivsten Unternehmensstandorten der Schweiz. Weshalb das so ist und inwiefern die Rahmenbedingungen eine Rolle dabei spielen, wurde gestern Abend im Kultur & Kongresshaus in Aarau an der gemeinsamen Veranstaltung der Aargauischen Industrie- und Handelskammer, Interpharma und stark+vernetzt diskutiert.

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Institutionelles Abkommen sichert den bilateralen Weg

Die Pharmaindustrie ist mit einem Anteil von über einem Drittel die grösste Exportbranche der Schweiz. Der vorliegende Entwurf des institutionellen Abkommens (InstA) sichert dabei den Zugang zum wichtigsten Absatzmarkt und sorgt für mehr Rechts- und Planungssicherheit. Deswegen unterstützt Interpharma den Bundesrat in seinem Bestreben den bilateralen Weg zu erhalten.

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Act local, think global

Die Region Basel ist die führende Life-Sciences-Region der Schweiz. Über 400 Unternehmen haben hier ihren Sitz. Sie generieren zahlreiche Arbeitsplätze und sorgen dafür, dass es der Region gut geht. Was einen Grosskonzern mit einem lokalen Gewerbetreibenden verbindet und welche Herausforderungen dabei entstehen, wurde am 8. November in der Werkstatt Basel mit Gästen aus Politik, Zivilgesellschaft, Industrie und Gewerbe diskutiert.

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