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Zahlen & Fakten

Zollverwaltung? Nein danke!
20.11.2017

Zollverwaltung? Nein danke!

Was Max bei Radler Stail am Zukunftstag am meisten beeindruckte, waren nicht schwere Maschinen und moderne E-Bikes, sondern die unterschiedlichsten Leute aus verschiedenen Ländern. Es faszinierte ihn, dass so viele Leute jeden Tag über die Grenze fahren, um in der Schweiz zu arbeiten. Aber nicht nur das. Als mein Mann ihm von der Möglichkeit erzählte, dass auch wir Schweizer dank dem Personenfreizügigkeitsabkommen in den europäischen Ländern studieren und arbeiten dürfen, war er begeistert.

 

Abbau führt zu Ausbau

Wie schon erwähnt, arbeite ich bei der Zollverwaltung. Und das eigentlich schon immer. Seit meiner Lehre habe ich hier schon einiges erlebt. Was das mit den Bilateralen Verträgen zu tun hat? Viel! Denn eine Sache veränderte unsere Arbeit ungemein: der Abbau technischer Handelshemmnisse mit den Ländern in Europa. 

Was das ist, habe ich meiner Nichte Anna erläutert. Sie absolviert ihre KV-Lehre bei Roche. Beim Abschiedsapéro eines Kollegen hörte sie, wie aufwendig früher der Export eines Medikaments zum Beispiel nach Deutschland oder Dänemark war. Ich erklärte ihr, dass früher jedes Medikament, das Roche aus der Schweiz in die Länder der Europäischen Union verkaufen wollte, ausgiebig in jedem einzelnen Land geprüft werden musste. Dank dem Abkommen über die technischen Handelshemmnisse ist das heute leichter: Die Kontrollen der Schweizer Arzneimittelbehörde Swissmedic werden heute von allen 28 EU-Staaten anerkannt. Das ist praktisch, geht schneller und ist viel günstiger.

  

Branchenexporte aus der Schweiz
in Prozent, 2016

 

Export? Exakt!

Das Abkommen über die technischen Handelshemmnisse ist hierzulande insbesondere für die Pharmafirmen von zentraler Bedeutung. Das sehe ich tagtäglich an meinem Arbeitsplatz. Wieso das so ist? Weil die Pharmabranche ein wichtiger Pfeiler der Schweizer Exportwirtschaft ist. 40 Prozent aller Güter, die wir Schweizer exportieren, sind pharmazeutische Produkte. 2016 wurden gemäss unseren Zollstatistiken Pharmaprodukte im Wert von 80 Milliarden Schweizer Franken exportiert. 40 Milliarden, also gut die Hälfte davon, gingen in EU-Länder.

«Was interessiert mich persönlich die Pharmaindustrie?», fragen Sie sich jetzt bestimmt. Ich sag’s Ihnen: Wenn das Abkommen wegfallen würde, entstünden diese alten Handelsbarrieren wieder. Produktionsunterbrüche und hohe Zusatzkosten wären die Folge. Unternehmen würden sich zweimal überlegen, ob sie ihren Standort in der Schweiz oder in einem unserer Nachbarländer haben möchten. Diese Standortentscheidungen könnten uns viele Arbeitsplätze kosten. Und das betrifft direkt und indirekt jeden von uns, so auch meinen Max, der sich darum vielleicht am nächsten Zukunftstag auch gerne mal von seiner Mami die Zollverwaltung näherbringen lassen will. 

Was sagen Sie?

Was bringt uns das Abkommen über die technischen Handelshemmnisse?

Chronische Erkrankungen wie Bluthochdruck nehmen in der Schweiz stark zu

In den letzten zwei Jahrzenten hat der Anteil von Personen, die von chronischen Krankheiten betroffen sind, stark zugenommen. So leidet heute über ein Viertel der Schweiz Bevölkerung an Bluthochdruck. Gründe dafür sind unter anderem ein ungesunder Lebensstil und die zunehmende Alterung der Gesellschaft.

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