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Medikamente aus dem Entlebuch? Ja, das gibt’s!
22.11.2017

Medikamente aus dem Entlebuch? Ja, das gibt’s!

Ich bin den 12000 neuen Stellen nachgegangen und habe in der Studie geblättert, aus der diese Zahl stammt. Und da sind mir einige bekannte Dinge begegnet. So kann ich mich gut daran erinnern, dass Mitte der 1990er-Jahre einige meiner ehemaligen Schüler, die Biologie oder Chemie studiert hatten, Mühe hatten, Stellen zu finden. Denn genau zu dieser Zeit durchliefen die grossen chemisch-pharmazeutischen Firmen aus Basel einen Strukturwandel und stellten nicht mehr viel Personal ein.

Seit den frühen 2000er-Jahren schaffen die Firmen aber wieder viele Stellen. In den letzten 10 Jahren kamen eben sogar 12000 neue Arbeitsplätze dazu. Und heute arbeiten mehr als 45000 Menschen bei Pharmaunternehmen.

 

Von Basel bis ins Entlebuch

Ich wusste zwar, dass die Schweiz ein wichtiger Pharmastandort ist und dass die Unternehmen auch vermehrt ausserhalb der Region Basel tätig sind und Stellen schaffen: Denn an der Klassenzusammenkunft meiner letzten Kanti-Klasse haben einige ehemalige Schülerinnen und Schüler von mir gesagt, dass sie bei Pharmaunternehmen arbeiten, aber nicht in Basel, sondern in Zürich oder Zug. Einer arbeitet sogar als Produktionsleiter in einer Fabrik für neue Medikamente im Entlebuch! Ein anderer hilft beim Aufbau einer neuen Produktionsanlage einer amerikanischen Firma in Luterbach im Kanton Solothurn, die in ein paar Jahren in Betrieb gehen soll.

In den 1980ern war das anders: Damals haben fast alle, die Biologie oder Chemie studiert hatten, bei den chemisch-pharmazeutischen Firmen in Basel gearbeitet.

 

Interessante neue Jobs dank den Bilateralen

Viele meiner ehemaligen Schüler haben heute Jobs, wo ich nachfragen musste, was das genau ist: Market Access Manager, Medical Advisor oder Clinical Trial Manager. Wenn ich so zurückblicke, dann staune ich, welche Möglichkeiten die jungen Leute heute im Vergleich zu früher haben.

Ich kann mich noch gut erinnern, als ich mit meinen Klassen in den 90er-Jahren nach dem EWR-Nein über die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung der Schweiz diskutiert habe. Damals lief es ja wirtschaftlich nicht so gut, auch bei den chemisch-pharmazeutischen Firmen. Heute ist es zum Glück anders. Das hat auch mit den bilateralen Verträgen zu tun, die Ende der 1990er ausgehandelt wurden. Denn dank diesen können Unternehmen viel einfacher in alle 28 Mitgliedstaaten der Europäischen Union exportieren als früher. Der Forschungsplatz Schweiz ist dank ihnen entscheidend gestärkt worden und die Firmen können Fachkräfte bei Bedarf auch im EU-Raum rekrutieren. Diese Entwicklung bietet viele neue Chancen nicht nur für meine ehemaligen Schülerinnen und Schüler, sondern auch für viele junge Menschen, die dereinst vom innovativen Forschungs- und Pharmastandort profitieren werden. Wenn wir unserer wirtschaftlich offenen Schweiz Sorge tragen, haben sie die Chance, ebenfalls eine spannende Stelle in einem Pharmaunternehmen zu finden – ob in Basel, Luzern, Luterbach, Schaffhausen, Zürich, Zug, Bulle, Boudry oder eben im Entlebuch.

Grosse und kleine Unternehmen machen den Aargau stark

Der Kanton Aargau gehört zu den attraktivsten Unternehmensstandorten der Schweiz. Weshalb das so ist und inwiefern die Rahmenbedingungen eine Rolle dabei spielen, wurde gestern Abend im Kultur & Kongresshaus in Aarau an der gemeinsamen Veranstaltung der Aargauischen Industrie- und Handelskammer, Interpharma und stark+vernetzt diskutiert.

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Institutionelles Abkommen sichert den bilateralen Weg

Die Pharmaindustrie ist mit einem Anteil von über einem Drittel die grösste Exportbranche der Schweiz. Der vorliegende Entwurf des institutionellen Abkommens (InstA) sichert dabei den Zugang zum wichtigsten Absatzmarkt und sorgt für mehr Rechts- und Planungssicherheit. Deswegen unterstützt Interpharma den Bundesrat in seinem Bestreben den bilateralen Weg zu erhalten.

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Act local, think global

Die Region Basel ist die führende Life-Sciences-Region der Schweiz. Über 400 Unternehmen haben hier ihren Sitz. Sie generieren zahlreiche Arbeitsplätze und sorgen dafür, dass es der Region gut geht. Was einen Grosskonzern mit einem lokalen Gewerbetreibenden verbindet und welche Herausforderungen dabei entstehen, wurde am 8. November in der Werkstatt Basel mit Gästen aus Politik, Zivilgesellschaft, Industrie und Gewerbe diskutiert.

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