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Dank europäischen Lastwagen durch den Gotthard
22.02.2018

Dank europäischen Lastwagen durch den Gotthard

Der Lastwagen ist das wichtigste Transportmittel, um unsere Güter nach Europa zu bringen: Drei Viertel aller Exporte verlassen die Schweiz auf diesem Weg. Die Pharmaindustrie als wichtigste Exportbranche der Schweiz etwa liefert mehr als die Hälfte ihrer Waren nach Europa – über 95% davon im Lastwagen und im Wert von über 40 Milliarden Franken.

Dank des Landverkehrsabkommens zwischen der Schweiz und der EU können diese Lieferungen heute koordiniert werden: Die gemeinsame, abgestimmte Verkehrspolitik öffnet die Strassen- und Schienenverkehrsmärkte in ganz Europa und schafft auch technische Hindernisse ab. Der Import und Export von Gütern konnte dadurch vereinfacht und damit auch verbilligt werden. Davon profitieren Konsumentinnen und Konsumenten in der Schweiz wie auch in Europa: Oliven beispielsweise sind in der Schweiz dank tieferen Transportkosten billiger geworden.

 

Nostalgie oder Transportstopp: Zurück in die 1950er-Jahre?

Ohne dieses Abkommen müsste die Schweiz mit jedem einzelnen EU-Staat eigene Vereinbarungen treffen. Dies würde zu erheblichem bürokratischen Aufwand führen. Zwar existieren noch diverse bilaterale Abkommen mit einzelnen EU-Staaten, die aber von den Bilateralen I überlagert werden. Diese Abkommen stammen zum Teil noch aus den 1950er-Jahren und würden bei einem Wegfall der Bilateralen I wieder in Kraft treten: Transportbeschränkungen im Güterverkehr mit vielen EU-Staaten wären die Folge. Aus Deutschland beispielsweise könnten nur noch knapp 30% der heutigen Transporte durchgeführt werden, denn der ursprüngliche Vertrag mit Deutschland sieht eine Obergrenze der Zahl der möglichen Transportbewegungen vor.

 

Kein Gotthard-Tunnel ohne Lastwagen aus Europa

Alle Lastwagen müssen – unabhängig davon, ob es sich um Schweizer oder ausländische Spediteure handelt – in der Schweiz die „Leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe“ (LSVA) zahlen. Damit soll der Güterverkehr von der Strasse auf die Schiene verlagert werden. Die Einnahmen daraus werden in der Schweiz für die Finanzierung verschiedenster Verkehrsprojekte genutzt. Etwa, um das Schienennetz und den alpenquerenden Verkehr noch effizienter zu gestalten. Oder um den neuen Gotthard-Basistunnel zu bauen.

Die Schweiz profitiert also in vielerlei Hinsicht von der verkehrspolitischen Zusammenarbeit mit Europa: Einerseits können Güter einfacher in die Schweiz eingeführt und aus der Schweiz exportiert werden. Das führt zu günstigeren Transportkosten und entsprechend tieferen Preisen. Andererseits wird die Verkehrsinfrastruktur in der Schweiz durch Transporteure aus Europa mitfinanziert.

Grosse und kleine Unternehmen machen den Aargau stark

Der Kanton Aargau gehört zu den attraktivsten Unternehmensstandorten der Schweiz. Weshalb das so ist und inwiefern die Rahmenbedingungen eine Rolle dabei spielen, wurde gestern Abend im Kultur & Kongresshaus in Aarau an der gemeinsamen Veranstaltung der Aargauischen Industrie- und Handelskammer, Interpharma und stark+vernetzt diskutiert.

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Die Region Basel ist die führende Life-Sciences-Region der Schweiz. Über 400 Unternehmen haben hier ihren Sitz. Sie generieren zahlreiche Arbeitsplätze und sorgen dafür, dass es der Region gut geht. Was einen Grosskonzern mit einem lokalen Gewerbetreibenden verbindet und welche Herausforderungen dabei entstehen, wurde am 8. November in der Werkstatt Basel mit Gästen aus Politik, Zivilgesellschaft, Industrie und Gewerbe diskutiert.

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