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27.03.2018

Wirtschaftliche Offenheit als Erfolgsmodell des Standorts Zug

Diese Fragen lassen sich nicht durch eine einfache Formel beantworten. Einerseits gelten die kleinen und mittleren Unternehmen in der Schweiz als Rückgrat der Wirtschaft, andererseits sind die globalen Grossunternehmen als Wachstumsmotor der Schweizer Wirtschaft nicht wegzudenken. Deswegen ist die Ausgestaltung von optimalen Rahmenbedingung sowohl für KMUs als auch für global agierende Unternehmen von grösster Bedeutung.

 

Zwei treibende Kräfte

Die Region Zug ist unter anderem durch zwei internationale Branchen geprägt: die Pharmaindustrie und die Blockchain-Industrie. Natascha Schill, Managing Director Biogen Schweiz, erläuterte, dass die steuerlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen für die hiesige Pharmaindustrie zentral sind. Daneben sind auch die bilateralen Verträge mit der EU von grosser Bedeutung. Die Forschung ist sehr wissensintensiv und die Life-Sciences-Branche ist auf hochqualifizierte Arbeitskräfte angewiesen. Dank dem guten dualen Bildungssystem und der exzellenten Hochschullandschaft kann ein grosser Teil der Arbeitskräfte in der Schweiz rekrutiert werden, jedoch ist die Industrie zusätzlich auf Fachkräfte aus dem Ausland angewiesen.  Die Pharmaindustrie ist zudem exportorientiert. Deswegen ist ein hürdenfreier Zugang zu den europäischen Märkten besonders wichtig. Rund 50% der Pharmaexporte gehen in die europäischen Länder. Auch Nicolas Schobinger, Chairman Startup Onboarding Crypto Valley Association, verdeutlichte die Relevanz der wirtschaftlichen Offenheit der Schweiz. Nur dadurch können neue Unternehmen angezogen werden, was sowohl den lokalen als auch den globalen Firmen zu Gute kommt.

 

 

Zusammenspiel lokale und globale Unternehmen

 Einig über die Notwendigkeit der wirtschaftlichen Offenheit waren sich auch die Teilnehmenden der Paneldiskussion. Gerhard Pfister, Nationalrat und Präsident der CVP, erwähnte zudem die Funktion und Aufgabe der Politik bei der Gestaltung der volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Der Bund gibt zwar einen Rahmen vor, jedoch besteht ein gewisser Spielraum, welcher von Kantonen und Gemeinden genutzt werden kann. Für die beiden lokalen Unternehmer Peter Speck, Inhaber Confiserie Speck und Andy Tonazzi, CEO konplan systemhaus ag, sind die Rahmenbedingungen und die wirtschaftliche Offenheit des Standorts Zugs ebenfalls wichtig. Auch wenn sie nicht direkt durch die bilateralen Verträge betroffen sind, exportieren viele ihrer Kundinnen und Kunden ihre Produkte ins Ausland und benötigen einen hürdenfreien Zugang zu diesen Märkten. Peter Speck wies zudem darauf hin, dass insbesondere für ihn – einen Unternehmer, der lokal produziert und auf kurze Vertriebswege angewiesen ist – der Standort Zug wahrscheinlich wichtiger ist als für Grosskonzerne. Denn wer möchte schon seine Zuger Spezialitäten im Kanton Luzern oder Zürich kaufen?

 

Die Zuger Wirtschaft ist ein gutes Beispiel, wie Rahmenbedingungen ausgestaltet sein müssen, damit sich sowohl lokale als auch globale Unternehmen für den Standort interessieren. Dabei sind Offenheit, Planungssicherheit und das regulatorische und steuerliche Umfeld die zentralen Erfolgsfaktoren, die in der Diskussion immer wieder fallen. Diese Rahmenbedingungen sind jedoch nicht einfach gegeben, sondern müssen durch einen steten Dialog mit Behörden, Politik und Bevölkerung erarbeitet werden. Der Präsident der Zuger Wirtschaftskammer, Andreas Umbach, bringt es zum Schluss nochmals auf den Punkt: Wenn heute alle nach Hause gehen mit dem Gedanken, dass wir nicht ruhen dürfen, sondern weiter gefordert sind, um den Standort attraktiv zu halten für Innovationen, dann haben wir heute viel erreicht.

 

 

Die Veranstaltung wurde gemeinsam von Interpharma, stark + vernetzt und der Zuger Wirtschaftskammer durchgeführt. Mehr als 450 Teilnehmende besuchten die Abendveranstaltung im Theater Casino in Zug.

 

 

Grosse und kleine Unternehmen machen den Aargau stark

Der Kanton Aargau gehört zu den attraktivsten Unternehmensstandorten der Schweiz. Weshalb das so ist und inwiefern die Rahmenbedingungen eine Rolle dabei spielen, wurde gestern Abend im Kultur & Kongresshaus in Aarau an der gemeinsamen Veranstaltung der Aargauischen Industrie- und Handelskammer, Interpharma und stark+vernetzt diskutiert.

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Institutionelles Abkommen sichert den bilateralen Weg

Die Pharmaindustrie ist mit einem Anteil von über einem Drittel die grösste Exportbranche der Schweiz. Der vorliegende Entwurf des institutionellen Abkommens (InstA) sichert dabei den Zugang zum wichtigsten Absatzmarkt und sorgt für mehr Rechts- und Planungssicherheit. Deswegen unterstützt Interpharma den Bundesrat in seinem Bestreben den bilateralen Weg zu erhalten.

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Act local, think global

Die Region Basel ist die führende Life-Sciences-Region der Schweiz. Über 400 Unternehmen haben hier ihren Sitz. Sie generieren zahlreiche Arbeitsplätze und sorgen dafür, dass es der Region gut geht. Was einen Grosskonzern mit einem lokalen Gewerbetreibenden verbindet und welche Herausforderungen dabei entstehen, wurde am 8. November in der Werkstatt Basel mit Gästen aus Politik, Zivilgesellschaft, Industrie und Gewerbe diskutiert.

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